Fit4Trading: #91: Die Börse – eine Geldmaschine?
Shownotes
Neues Jahr, neues Ich, neue Ziele, neue Pläne. Und vielleicht… auch ein neuer Blick aufs Geld. Während viele sich vornehmen, dieses Jahr wirklich mehr Sport zu treiben, abzunehmen oder endlich einen Spanischkurs zu belegen, denken wir heute an etwas, das uns alle betrifft - die langfristige finanzielle Zukunft. Warum ist Demografie für die Altersvorsorge so wichtig, wie überwinde ich psychologischen Hürden beim Investieren und warum sollte ich beim Thema Rente besser heute als morgen aktiv werden? Das und mehr klärt Falko Block, Anlage-Stratege im Bereich Privatkunden-Sales mit seinem Gast Silvan Schäfer, langjähriger Mitarbeiter im Privatbanking der VB Hannover und Autor eines Finanzratgebers für junge Anleger. „Hurra, eine Geldmaschine“ – den Finanzratgeber für junge Anleger findet ihr unter www.etf-geldmaschine.de
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00:00:00: Neues Jahr, neues Ich, neue Ziele, neue Pläne und vielleicht auch ein neuer Blick aufs Geld.
00:00:07: Während sich viele vornehmen, dieses Jahr vielleicht mehr Sport zu treiben, abzunehmen oder endlich einen Spanisch-Kurs zu belegen, denken wir heute an etwas, das uns alle betrifft, die eigene finanzielle Zukunft.
00:00:18: Warum ist der Faktor Demografie für die Altersvorsorge so entscheidend?
00:00:22: Wie kann ich meine psychologischen Hürden bei den Investieren überwinden?
00:00:26: Und warum soll ich beim Thema Rente besser heute als morgen aktiv werden?
00:00:30: Wenn ihr das und mehr erfahren wollt, dann bleibt dran für eine spannende Podcast-Folge zum Jahresstart.
00:00:42: Und für unseren Jahresstaat und das heutige Thema habe ich mir einen echten Mann der Praxiseingeladen Silvanschäfer langjähriger Mitarbeiter im Private Banking der Volksbank Hannover und Autor eines Finanzratebers für junge Anleger.
00:01:02: Hallo Silvann, grüß dich und frohes neues Jahr.
00:01:05: Hallo Fliko, ich wünsche dir auch ein frohes neues Jahr und es darf mich natürlich für die Einladung bedanken.
00:01:09: Ja und mein Name ist Weiko Block, ich bin Anlagestratege für Privatkunden bei der DZ Bank in Frankfurt.
00:01:15: Ja, Silvan, das neue Jahr ist oft ein Moment des Neustarts.
00:01:18: Viele Menschen nutzen diesen Zeitpunkt, um persönliche oder berufliche Ziele zu setzen, endlich mal das umzusetzen, was sie sich schon immer vorgenommen haben.
00:01:25: Ja, frag mal, welche Rituale oder Ziele motivieren dich denn persönlich, um kraftvoll ins neue Jahr zu starten?
00:01:31: Ja, also mit den Vorsätzen ist das ja so eine Sache.
00:01:33: Entweder man hält sie nicht durch oder man beginnt sie gar nicht erst.
00:01:37: Ich mach das ein bisschen anders.
00:01:38: Also ich erstelle mir einfach so eine mentale Dankbarkeitsliste, indem ich mir ein paar Fragen stelle.
00:01:44: Was ist im letzten Jahr gut gelaufen?
00:01:46: Was habe ich erreicht?
00:01:47: Ja, und dann merke ich schon, ich werde dann so ein bisschen dankbar für das, was tatsächlich gut gelaufen ist.
00:01:53: Und dann haben negative Gedanken und Gefühle eigentlich gar keinen Platz mehr.
00:01:56: Und ich kann dann so richtig mit erladen und Optimismus das neue Jahr starten.
00:02:00: Ja, und dann ist die Zielerreichung doch eigentlich nur noch nur Formsachen.
00:02:03: Das ist auch eine gute Idee.
00:02:04: Das kann ich mir auch mal zu eigen machen.
00:02:05: Das stimmt ja.
00:02:06: Meistens übernimmt man sicher und denkt, das muss ich machen.
00:02:08: Und da ist ein spanisch Kurs.
00:02:09: und hast du nicht gesehen, genau.
00:02:11: Kommen wir mal zu deiner Arbeit.
00:02:12: Du arbeitest seit vielen Jahren im Bereich Private Banking bei der Volksbank Hannover.
00:02:17: Kannst du uns mal ein bisschen erzählen, wie bist du in diese Finanzwelt denn reingekommen?
00:02:20: Wann hast du vielleicht auch selber das erste Mal Kontakt mit dem Thema Geldanlage und Börse?
00:02:25: Ja, als Kind hat mich das Thema Geld irgendwie fasziniert.
00:02:28: Ich bin gerne mit meinem Vater zur Bank gegangen.
00:02:30: Als kleiner Steppke habe dann ganz ehrfühlig dich den Träsen hoch geschaut.
00:02:35: Und ja, vielleicht hätte ich auch deswegen irgendwie so ein bisschen fable for gate, weil es gefühlt bei meiner Familie immer knapp war.
00:02:41: Vielleicht hat mich auch ein bisschen geträgert, der Beruf meines Opa, der war nämlich noch ein richtiger alter Bankbeamter vom alten Schrot und Korn, wie man so sagt.
00:02:50: Das fand ich immer total faszinierend.
00:02:52: Und dann war natürlich meine Berufswahl eigentlich überhaupt kein Thema mehr.
00:02:56: Ich habe mich dann auch bei verschiedensten Banken beworben, bin dann bei der damaligen Lindener Volksbank gelandet.
00:03:02: Das Linden ist ein Stadtteil von Hannover.
00:03:05: Und wir waren relativ kleine Bank, sind dann im Rahmen von mehreren Fusionen dann zur anofaschen Volksbank geworden.
00:03:11: Ja, und was mich besonders getriggert hat, war dann die Zeit in der Wertpapier-Abteilung.
00:03:15: Im zweiten Ausbildungsjahr haben wir auch die Wertpapierberatung durchlaufen.
00:03:19: Naja, und eine der wichtigsten Aufgaben damals für uns war, den täglichen Aktienkurs Zettel zu schreiben.
00:03:25: Also das war tatsächlich so, Wutsch nach Zwilft, glingelte das Telefon, dann mussten wir Achubis zum Telefon hättzen.
00:03:32: Und dann rasselte einer die Aktienkurse durch, die Kasserkurse.
00:03:35: Naja, und wir haben die dann auf Kurs Zettel per Schreibmaschine.
00:03:39: Ja, und die wurden dann auf die Filialen verteilt.
00:03:42: Und am nächsten Morgen hatten die Filialen die druckfrischen Aktienkurse des Vortages im Schaufenster.
00:03:47: Ja, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
00:03:49: Das
00:03:49: stimmt.
00:03:50: Das heißt also, im Endeffekt gab es einmal am Tag Kurse, kann man so sagen, ne?
00:03:53: Ja, genau.
00:03:53: Und der Handel war ja nur von elf bis vierzehn Uhr.
00:03:56: Drei Stunden und unser Börsenchef, der ist dann natürlich zur Börse gegangen, die sich das gehört, gestriegelt und geschniegelt und kam dann kurz nach viertem Uhr wieder.
00:04:05: Das war damals die Handelszeit, mehr gab es nicht.
00:04:07: Mir wurde gesagt, die haben bis vierzehn Uhr gehandelt und anschließend ging es alle in die Kneipe.
00:04:10: Ja, so ungefähr.
00:04:11: Also meistens kam er aber dann doch relativ zeitig wieder.
00:04:15: Ja,
00:04:15: das waren, glaube ich, die Börsenhändler.
00:04:17: Die haben sich dann einen schönen Nachmittag gemacht, genau.
00:04:19: Jawohl.
00:04:20: Ja, Bankbeamter, du hast schon gesagt, die Berufswelt hat sich in den letzten Jahren extrem verändert.
00:04:24: Heute, ich glaube, wir haben bei uns in der Z-Bank, heute, ich glaube, mittlerweile, fünfzehn verschiedene Ausbildungsberufe.
00:04:29: Also, wenn ich überlege, damals gab es ja vielleicht ein oder zwei maximal.
00:04:32: Und alles hat sich extrem verändert.
00:04:34: für die Finanzbranche, gilt das natürlich genauso.
00:04:37: Wenn du heute noch mal am Anfang stehen würdest, wäre dein Karriereweg Was würdest du sagen, immer noch so möglich wie damals?
00:04:43: Was wäre vielleicht heute leichter und was gegebenenfalls auch schwerer zu erreichen?
00:04:47: Wir haben tatsächlich den Karriereweg immer noch so, den wir ermöglichen.
00:04:50: Und zwar haben wir bei uns in der Wertpapierberatung eine Jungassistentenstelle.
00:04:55: Die wird immer besetzt von jungen Leuten, die dann gerade frisch mit der Ausbildung durch sind und die natürlich eine Wertpapieraffinität mitbringen.
00:05:03: Und die werden über drei Jahre in unserer Wertpapierassistenten geschult, bekommen alle Schulungsmodule.
00:05:09: Machen alle Beraterpässe, um dann nach drei Jahren die nächste freie Wertpapier Spezialistenstelle zu übernehmen.
00:05:15: Also mein Berufsweg ist immer noch so möglich und wir haben mittlerweile schon drei Assistentinnen und Assistenten, die den Weg zum Wertpapier Spezialisten auf die Weise geschafft haben.
00:05:24: Ja und der vierte steht schon auf der Startbahn und scharf quasi schon mit den Rufen.
00:05:29: Also das ist immer noch möglich und ich glaube, wenn man wirklich für eine Sache brennt, so wie das bei mir damals war, dann kann man das auch erreichen.
00:05:38: Und da hab ich noch einen kleinen Buch-Tipp, denn eines meiner Lieblingsbücher ist das Buch von Napoleon Hill.
00:05:44: Denke nach und werde reich oder auf Englisch think and grow rich.
00:05:48: Und ein Zitat ist so was wie ein Lebensmotto von mir geworden.
00:05:52: Das heißt, Willenskraft und ein dringendes Anliegen sind im Zusammenspiel unschlagbar.
00:05:57: Ja, und das hab ich mehrfach erlebt in meinem Job.
00:05:59: Und da bin ich sehr dankbar dafür.
00:06:01: Du warst ja wahrscheinlich damals im, sag mal, Börsenwesen ja noch ein Exot.
00:06:05: Merkst du?
00:06:06: Es gibt viel mehr Nachfrage auch bei jungen Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen, die sagen, hier Börse ist nichts mehr Böses, sondern Faszinieren.
00:06:14: Wir wollen dahin.
00:06:15: Ja, tatsächlich.
00:06:15: Es sind relativ wenige.
00:06:17: Das muss ich gestehen.
00:06:18: Aber wir haben eigentlich in jedem Ausbildungsjahr eine Dame oder ein Herr, der tatsächlich für das Thema Wertpapiere ja, so ein bisschen mehr Interesse empfindet.
00:06:26: Gut, wir haben nicht immer eine Assistentenstelle frei.
00:06:28: Das ist ja logisch.
00:06:29: Aber die jungen Leute, die halten uns warm und die haben eine Chance, immer noch.
00:06:33: Kommt man mal zum Thema Banken selber.
00:06:34: Die Banken werden ja gern mal in Zusammenhang mit Kunden gesehen, Krediten, viel Bürokratie.
00:06:40: Diejenigen, die eben nicht im Banking arbeiten, sehen von Banken, von draußen nach drin ja eher, was machen die da eigentlich?
00:06:46: Aber in der Realität ist das Spektrum der Tätigkeiten ja viel breiter.
00:06:48: Ich wollte dich mal fragen, als Mann der Praxis, die du schon viel, viel Jahre in diesem Bereich arbeitest, was gehört eigentlich da alles so zu deinem Arbeitsalltag?
00:06:57: Ich hoffe heute nicht mehr Schreibmaschine schreiben, ne?
00:06:58: Ja, also als Wertpapierspezialist hat man einen festen Personenkreis, den man befreuen darf.
00:07:04: Ich habe ungefähr hundertsechzig Kundendepots, die ich aktuell in meiner Opult habe unter meiner Burgslösung sozusagen.
00:07:11: Ich darf einen Wertpapiervolumen von über hundert Millionen Euro betreuen.
00:07:15: Das ist schon eine große Verantwortung.
00:07:17: Ja, und was mich total dankbar macht, ist, dass ich teilweise die Familien schon über vier Generationen betreue.
00:07:23: Also ich habe schon die Urgroßmutter.
00:07:25: mit ihren Wertpapieren betreut dann die Oma, dann die Mutter und jetzt auch schon das Urenkelkind.
00:07:31: Also das ist so was wie ein finanzieller Lebensbegleiter über Generationen hinweg.
00:07:36: Und ja, man gehört fast zu Familie, muss man sagen.
00:07:40: Also ich hatte tatsächlich bei einer Trauerfeier das Glück, dass ich die einzige Person war, die nicht zu Familie gehörte.
00:07:46: Also das ist schon außergewöhnlich.
00:07:47: Und man sieht, wie eng auch diese Kundenbeziehung dann wachsen.
00:07:51: Ich hatte es ja eingangs erwähnt, du hast hobbymäßig ein Buch geschrieben, ein Finanzratgeber für junge Anleger.
00:07:56: Es trägt den Titel Hurra, eine Geldmaschine.
00:07:59: Klingt ja zunächst mal ein bisschen, ich sag mal, ja, ich formuliere es jetzt mal, Börse soll ja eigentlich langfristig investieren und so weiter und das klingt jetzt so nach schnellreich werden.
00:08:09: Das ist aber gar nicht das, was du damit meinst.
00:08:11: Was hat dich zu diesem Schreiben des Buchs animiert und was steckt hinter diesem Titel?
00:08:15: Also, was mich besonders geprägt hat in meiner aktiven Zeit, war, glaube ich, der größte Börsencrash nach dem Platzen der Dotcom-Blase des neuen Marktes.
00:08:25: Wir hatten ja Ende der Neunzehnte und Neunzehnte schon mal einen Dachsstand von über achttausend Punkten.
00:08:30: Und dann kam halt das Platzen der Bubble, dann kam der Elfde-September und in der Folge dann der Irak-Krieg, also der Dachsverlohr in drei Jahren fast seventy-fünf Prozent eines Wertes.
00:08:42: Und wir Wertpapierspezialisten hatten damals das große Problem, die Anleger wirklich bei der Stange zu erhalten.
00:08:47: Also gefühlt waren wir zu neunzig Prozent Psychologen und nur noch zu zehn Prozent Rater.
00:08:53: Und dieses Thema Psychologie, insbesondere das Thema Finanzmarktpsychologie oder Behavioral Finance, wie ihr so schön neudeutsch heißt, das hat mich irgendwie getriggert.
00:09:02: Da habe ich gesagt, Mensch, da musst du dich mit beschäftigen.
00:09:05: Man macht so viele Fehler als Anleger.
00:09:07: Wie kann man das eigentlich umgehen?
00:09:09: Und so.
00:09:10: hab ich eigentlich mein Wissen zusammengetragen, hab viel gelesen zu dem Thema und irgendwann hab ich gedacht, Mensch, jetzt musste das festhalten.
00:09:18: Ich hab zwei Söhne, ich habe vier nicht nur Neffen, und ich habe gedacht, du musst den irgendwie so einen Leitfaden an die Hand geben, dass die wissen, wie sie mit solchen schwierigen Situationen umgehen.
00:09:29: Ja, und dann hab ich das meinen Söhnen erzählt, die waren total begeistert.
00:09:33: Der Große hat gesagt, ich mach das Lektorat, der ist nämlich Deutschlehrer, der Jüngere ist Designer, der hat dann die Garpicken übernommen.
00:09:41: Und ich habe dann einfach meinen Nichten und Neffen mal so ein Probekapitel geschickt und die waren auch total begeistert.
00:09:47: Und habe gesagt, das muss ich veröffentlichen, das Buch.
00:09:49: Und habe das dann tatsächlich sozusagen an Markt gebracht.
00:09:52: Zurück zum Titel.
00:09:53: Warum wurde eine Geldmaschine?
00:09:55: Eigentlich hat das damit zu tun, dass man so viele psychologische Fällen hat als Mensch.
00:10:00: Und man muss versuchen, diese Fällen zu umgehen.
00:10:03: Und das klappt am besten durch Automatisierung.
00:10:06: Und daher ist eben der Titel entstanden.
00:10:07: Ich wollte es auch mit einer gewissen Leichtigkeit dann auch titulieren und mein Lektor hat mir den Rat gegeben, diesen Titel zu verwenden.
00:10:15: Das klingt dann einem richtigen Familienunternehmen, was ihr dann da aufgezogen habt.
00:10:19: Im ersten Kapitel deines Buches heißt es, es rollt ein D-Zug auf uns zu.
00:10:23: Jetzt muss man glaube ich noch sagen D-Zug, das war mal der Vorgänger vom ICE, wenn ich mich richtig entsinne.
00:10:29: Lange her.
00:10:29: Lange her, ne?
00:10:30: Also D, also ich glaube, der war der, der wenig hielt, also nicht an jeder Milchkanne, sondern der vor, dann zeig ich durch.
00:10:35: Aber du meinst mit D-Zug etwas anderes, was symbolisiert denn der D-Zug bei dir im Buch und welche Gefahren sind denn für ja junge Anleger oder junge Berufsansteiger damit verbunden?
00:10:46: Ja, der Demografie-Express ist eigentlich der Begriff, den ich damit ja hintergründig verwenden wollte.
00:10:53: Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass eine Riesenwelle an Babyboomern auf die Rentenkasse zurollt.
00:10:59: Und man sieht das ja auch aktuell in der Diskussion um die neuen Rentenbeschlüsse, dass viele junge Menschen sich da scheinbar ein Stück weit abgehängt fühlen.
00:11:06: Und das ist tatsächlich so.
00:11:08: Man muss mir mal ehrlich sein und sagen, die Zahl der Menschen, die in die Rentenkasse einzahlen werden, die wird immer weniger.
00:11:15: Und die Rentenempfänger werden immer mehr, was sind die Babyboomer.
00:11:19: Und das Dumme ist, die werden auch noch immer älter.
00:11:21: Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der doppelten Alterung.
00:11:24: Naja, und wenn man bedenkt, dass bereits ein Viertel des Bundeshaushalts benötigt wird, um die Rentenkasse zu stabilisieren, das ist natürlich nicht zukunftsfähig.
00:11:33: Und da muss man die jungen Leute ja vielleicht ein bisschen plackertief darauf hinweisen.
00:11:38: Stimmt, das ist ein hochaktuelles Thema.
00:11:39: Wir haben jetzt ein paar junge Abgeordnete, die sich mal dagegen gestellt haben, aber scheinbar hat man die auch wirklich alle auf Linie gebracht.
00:11:45: Und ob diese Expertenkommission im Laufe diesen Jahres, ich sage mal, dann wirklich ein neues Rentensystem bringen wird, also ich glaube, da müssen wir alle mal ein großes Fragezeichen hinterstellen.
00:11:55: Im zweiten Kapitel deines Buches gehst du darauf ein, dass der Mensch eigentlich im Grunde nicht für Aktienanlagen geschaffen ist.
00:12:01: Kannst du uns mal erklären?
00:12:03: Was ist das so?
00:12:03: Warum gibt es psychologische oder sogar biologische Faktoren, die uns daran hindern, langfristig erfolgreich zu investieren?
00:12:09: Und ja, wie kann ich das denn erhindern, dass mir das nicht in die Karten spielt?
00:12:14: Das ist eine der spannendsten Dinge, die mich immer so wahnsinnig fasziniert hat.
00:12:17: Also, es laufen viele Dinge ja im Unterbewusstsein ab.
00:12:21: Das wissen wir ja eigentlich auch vom Biologieunterricht noch.
00:12:24: Und das hat zu tun mit unseren evolutionären Programmierungen.
00:12:27: Da haben wir zum Beispiel den Fluchtreflex.
00:12:29: Immer wenn Gefahr droht, dann neigen wir dazu, schnell die Situation zu verlassen, also möglichst wegzulaufen und das war früher auch überlebenswichtig.
00:12:38: Wenn der Sebelzahn Tiger aus dem Gebüsch gesprungen kam, da mussten man laufen oder sich todstellen oder man war verloren.
00:12:44: Und dieser Reflex ist eigentlich immer noch da und führt dazu, wenn wir zum Beispiel eine Börsenkrise haben, dass wir Angst vor einem sogenannten Kontrollverlust haben, Weil wir das natürlich nicht kontrollieren können, die Dorsenfuße ist klar und das führt zu Panik.
00:12:58: und dann lebt sich dazu, dass wir im Panik alles verkaufen, obwohl die Kurse schon so stark gefallen sind, dass sie fast nur noch steigen können.
00:13:05: Und das ist eigentlich der größte Fehler.
00:13:07: und Warren Buffett, der Kultinvestor hat ja eine Erfolgsformel mal zum Besten gegeben und das ist auch, glaube ich, das Zitat, was mit seinem Namen am engsten zusammenhält.
00:13:17: Das heißt, sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und sei giebig, wenn andere ängstlich sind.
00:13:22: Also eigentlich kehrt sich das total um eine Börse und um Erfolg zu haben, muss man genau entgegen unserem eigentlichen Reflex handeln.
00:13:31: Das stimmt, es gibt ja auch eine ganze Menge Börsensprüche, genau, kaufen wenig Anodendonern und ähnliches.
00:13:36: Es klingt immer so einfach, aber es ist wahnsinnig schwierig, auch gegen den Strom zu schwimmen, so antizyklisch zu investieren.
00:13:42: Also das fällt uns als Mensch schwer, weil wir genau evolutionstechnisch nicht gewohnt sind, von der großen Masse uns abzuhängen, richtig?
00:13:50: Der Herdentrieb ist eigentlich das, was uns immer wieder vorgaukelt.
00:13:54: Wenn alle das machen, dann muss es doch richtig sein.
00:13:56: Und es gibt noch einen zweiten Effekt und der ist fast noch interessanter und wichtiger.
00:14:01: Man spricht in dem Zusammenhang von dem sogenannten Mediathely Effekt.
00:14:04: Das bedeutet, ich will möglichst sofort Erfolg haben.
00:14:07: Und ja, das geht einfach nicht.
00:14:09: Die Börse ist ein langfristiges Thema und man darf einfach nicht so kurzfristig auf schnelle Trenn setzen.
00:14:15: Jeder will schnell reich werden, ganz klar.
00:14:16: So funktioniert die Börse nun nicht und man merkt schon, dass die Börse eine höchst emotionale Angelegenheit ist und ganz, ganz viele Fettnäpfchen wauern.
00:14:24: Genau, man muss Zeit, nicht Zeit nehmen.
00:14:26: Das ist aber das, was ich meinen Nachwuchskräften, wenn ich bei uns hin auch mal sage, genau, diese YouTube-Videos hier, dicke Uhr, schnelles Auto.
00:14:32: Ich bin in drei Wochen reich geworden.
00:14:34: Das funktioniert einfach nicht, aber in Zeiten von Instant Delivery sind wir ja nicht mehr gewohnt, auch mal Zeit ins Land laufen zu lassen.
00:14:42: Für viele Berufsansteiger der Generation Z ist die Rente ja gefühlt noch ewig weit weg.
00:14:46: Also die meisten werden sich zwischen schwarze und fünfundvierzig Jahre arbeiten müssen, bis siebenundsechzig oder vielleicht willst du auch noch ansteigen.
00:14:54: Warum ist es aber trotzdem gerade in dieser Startphase?
00:14:56: Also jemand ist vielleicht zwanzig, dreinzwanzig, hat Ausbildungserende studiert, jetzt kommt das erste Geld rein, man will sich eigentlich jetzt wirklich mal was gönnen.
00:15:05: Warum ist es aber gerade dann so sinnvoll und lohnt, sich mit dem Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen und dann auch schon die ersten Schritte zu machen?
00:15:12: Ja, die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können und unterschätzen völlig, was in zehn oder zwanzig oder dreißig Jahren erreicht werden kann.
00:15:21: Ja, und da haben wir wieder so ein menschliches Phänomen.
00:15:24: Der menschliche Geist oder das Gehirn kann eigentlich nur linear denken.
00:15:28: Zu exponentiellen Fähigkeiten oder zu exponentiellen Denken fehlt uns einfach die Vorstellungskraft.
00:15:35: Und wenn man mal den Zins-Sitzins-Effekt betrachtet, den viele ja nicht so richtig verstehen, dann ist das genau solch eine exponentielle Funktion.
00:15:43: Das bedeutet am Anfang passiert erst mal so gut wie gar nix.
00:15:47: Also in den ersten zehn Jahren wächst das Vermögen nicht.
00:15:49: Aber danach beginnt dann die exponentielle Phase und dann geht das Vermögensteil nach oben und das wird von vielen Leuten einfach völlig unterschälscht.
00:15:57: Finanzkompetenz ist ja extrem wichtig.
00:15:59: So sucht man den schulischen Lehrplänen, diese aber oftmals vergebens.
00:16:03: Wenn man dann mal nachfragt, dann heißt es kein Platz zwischen der Evolutionstheorie und der Gedichtanalyse in drei Sprachen.
00:16:08: Ich bin es mal ein bisschen zerkastisch.
00:16:10: Gleichzeitig gibt es aber auch private Initiativen, zu der du auch gehörst, die sich mit dem Thema Finanzbildung auseinandersetzen und regelmäßig auch unterwegs sind, z.B.
00:16:18: an Schulen.
00:16:19: Du bist also entsprechend dort auch aktiv.
00:16:21: Erzähl mal, welche Fragen stellen dir denn so Schülerinnen und Schüler, wenn du nenn mal da aktiv bist am meisten?
00:16:26: Die z.B.
00:16:27: an den Projektwochen teilnehmen, die brennen schon für das Thema.
00:16:30: Man merkt, die Hamfragen und eine der Fragen ist zum Beispiel, wie viel sollte ich denn sparen?
00:16:36: Wo und wie sollte ich das Geld am besten anlegen?
00:16:38: Woran erkennt man seriöse und woran unseriöse Angebote?
00:16:42: Also die Fragen sind schon da.
00:16:43: Und da ist meine grundsätzliche Empfehlung, man sollte auch, wenn man noch wenig Geld bekommt, vielleicht als Azubi oder selbst wenn man Barfuck-Empfänger ist, auf jeden Fall schon mal anfangen, einen kleinen Betrag zurückzulegen monatlich.
00:16:57: Vielleicht so zehn Prozent, das ist eigentlich so das, was man auch als Sparquote allgemein in der EU sieht, also zehn bis zwölf Prozent.
00:17:05: Es muss nicht viel sein, man kann ja viele Sparpläne schon ab ca.
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00:17:34: Das
00:17:34: ist doch mal eine schöne Idee.
00:17:36: Du hast unserem ehemaligen Finanzminister Christian Lindner ein Exemplar deines Buches gesendet.
00:17:40: Er hat dir in einem Brief sogar geantwortet und du warst eingeladen dann zu ihm zu einem Treffen mit ihm.
00:17:45: einigen Finfluencern, die sich das Thema Finanzbildung eben auf die Fahnen geschrieben haben, ist dann leider durch den Bruch der Koalition alles so ein bisschen nach hinten weggefallen.
00:17:54: Muss man wirklich sagen, eine lobenswerte Aktion von der Politik.
00:17:57: Allgemein hat man aber irgendwie nicht so richtig den Eindruck, unsere Politik hätte ein extremes Interesse daran, die Bürger an die Kapitalmärkte ranzuführen.
00:18:04: Also es gibt jetzt die ersten zarten Flänzchen, aber das wird auch schon an einem Schuljahr bürokratisch zerredet.
00:18:09: In vielen anderen Ländern um uns herum, stichwort Norwegen, wird ja mal ganz weit angeführt.
00:18:14: Da sieht das ganz anders aus.
00:18:15: Was ist deine Erfahrung oder deine Meinung?
00:18:17: Warum fremden eigentlich unsere gewählten Volksvertreter so sehr mit dem Thema Börse, Kapitalanlage und Co?
00:18:23: Ja, ganz klar, das ist die mangelnde finanzielle Bildung.
00:18:25: Die Politikerinnen und Politiker haben es in der Schule ja auch nicht gelernt.
00:18:29: und wer sich nicht privat mit dem Thema beschäftigt hat, naja, wo soll er die Bildung dann hernehmen?
00:18:34: Das ist das große Problem bei unseren Politikern.
00:18:36: und wenn man dann so Aussagen wird von den Grünen, man darf mit der Rente nicht zocken am Kapitalmarkt, dann merkt man schon, wie es mit der finanziellen Bildung steht.
00:18:46: Und da muss ich ehrlicherweise sagen, muss ich Christian Lindner bewundern, weil der hat diese finanzielle Bildung von vornherein aufgebaut.
00:18:53: Also er hat erzählt dann bei der Podiumsdiskussion, wie er zum Thema Finanzmarkt gekommen ist und der hat ja einfach berichtet, dass er schon als Schüler und Student sich ganz intensiv mit der Börse beschäftigt hat.
00:19:05: Er hat alle Fehler gemacht, die man so machen kann, die falschen Aktien gekauft, ist dem Herdentrieb zum Opfer gefallen, hat mit Optionen scheinen viel Geld verzockt und so weiter.
00:19:14: Aber er ist dabei geblieben, hat Wissen aufgebaut und hat dann ja sehr, sehr gute Vorschläge gemacht, zum Beispiel mit dem Generationenkapital.
00:19:22: Man muss sagen, wenn man das so umgesetzt hätte, dann hätten wir tatsächlich einen kapitalgedeckten Teil des Rentensystems bekommen, der unsere Rente dann vielleicht in Zukunft etwas stabilisiert hätte.
00:19:32: Aber leider ist ja durch das Pflapsen der Ampelkoalition diese Idee in der Schublade geblieben.
00:19:36: Und ja, mit der Frühstadtrente, die jetzt von unserem Kanzler Merz an den Staat gebracht wurde, Ja, das ist wahrscheinlich nicht mehr als ein Feigenblatt und wird unsere Erwändenkasse nicht stabilisieren auf Dauer.
00:19:46: Dieses Altersvorsorge-Deput, das eventuell jetzt kommen könnte, viele Leute ja animiert, wenn der Deutsche Steuern sparen kann, dann lässt er alles stehen und fallen.
00:19:54: Macht ihr euch da denn vielleicht ein bisschen Hoffnung, dass dann dadurch auch mehr Leute vielleicht doch wieder zum Kapitalmark kommen und sagen nachher, wenn der Staat sagt, das ist gut, dann mache ich das auch.
00:20:02: Ist da ein bisschen Hoffnung zumindest
00:20:04: da?
00:20:04: Ich glaube schon Hoffnung, weil gerade viele jüngere Leute ja das Thema erkannt haben, dass sie etwas tun müssen.
00:20:10: Und wenn man es einfach gestaltet, keine komplizierten Kapitalgarantien, keine komplizierten Anträge, dann sehe ich eine gute Chance, dass das funktioniert.
00:20:20: Der Zugang zu den Kapitalmärkten, der hat sich ja seit deinem Berufseinstieg, kann man ja wirklich sagen, dramatisch gewandelt.
00:20:26: Du hast ja gesagt, damals gab es noch Order per Telefon, auf Papier, Couponschere, Fax etc.
00:20:31: Heute geht das Ratsfahrts alles am Smartphone.
00:20:34: Aber es gibt ja auch immer so Anlegerfehler, die halten sich hartnäckig über die verschiedenen Jahre.
00:20:38: Jetzt betreust du, du hast schon gesagt, bei der Volksmarkantur vor, nämlich Kunden aus dem Bereich Private Banking, die also schon viele Jahre an den Kapitamärkten aktiv sind, viele Krise miterlebt haben.
00:20:47: Was ist eine Erfahrung machen, die trotzdem immer noch so typische Fehler?
00:20:50: oder kann man sagen, nee, habe ich einmal gemacht, haken dran.
00:20:53: Und was kannst du dann Börsen Neulingen?
00:20:55: aus deiner Erfahrung sagen, welche Fehler sollte man auf jeden Fall vermeiden?
00:20:59: Ja, das Gute ist, dass ich mit vielen meiner Kunden ja schon seit über dreißig Jahren zusammen arbeite.
00:21:04: Und dann kann ich immer so spaßhaft sagen, naja, wir haben schon fünf Crash mitgemacht, im sechsten schaffen wir jetzt auch noch, naja, und dann lacht man gemeinsam da drüber und dann ist die Sache erledigt.
00:21:13: Also für meine Kunden kann ich sagen, die sind da total tiefen entspannt.
00:21:16: Für Börsen-Neulinge habe ich dagegen einen ganz, ganz wichtigen Tipp.
00:21:20: Schaut bitte nicht immer auf eure Wertpapiere, denn es gibt auch eine weitere psychologische Falle, nämlich die, das Verluste dreimal schwerer wiegen als Gewinner.
00:21:29: Und wenn man im Depot Verluste sieht, Dann besteht die Gefahr, dass man plötzlich auch diesen sogenannten Kontrollverlust erleidet mit anschließender Panikreaktion und alles viel zu früh verkauft.
00:21:39: Diesen Fehler muss man dringend vermeiden und deswegen einfach das Depot ruhen lassen, laufen lassen, den Automatismus schaffen, die Geldmaschine anschmeißen und einfach nicht mehr draufschauen.
00:21:49: Das ist das Beste, was ich als Tipp geben kann.
00:21:51: Silvan, lass uns mal zum Abschluss kommen.
00:21:53: Der Einstieg in die Welt der Wertpapiere kann ja anfangs echt überwältigend sein und deswegen kümmern sich ja manche gar nicht darum, sagen, das verstehe ich eh nichts viel zu kompliziert.
00:22:00: Es hat uns schon einige richtig gute Tipps mitgegeben.
00:22:04: Aber jetzt so zum Jahresstart, zwanzig, sechsundzwanzig, wo man vielleicht mal sagt, okay, jetzt kümmere ich mich echt mal darum.
00:22:09: Ja, was würdest du vielleicht nochmal an Tipps mitgeben für junge Anleger, die sagen, okay, ich will jetzt wirklich die ersten Schritte machen.
00:22:16: Wie sollte man vorgehen?
00:22:18: Also
00:22:18: der weitere große Fehler, den man machen könnte, ist einfach nicht anzufangen, weil man sich nicht traut.
00:22:23: MindTip ist einfach mit kleinen, so einem Staaten Erfahrungen sammeln, so ein bisschen nach dem Motto Look and Feel, wie funktioniert das, wie läuft das, ja und dann auf jeden Fall ein bisschen Zeit investieren in sich selbst.
00:22:34: Also sprich, gute Fachbücher lesen, gute Podcast hören, so wie diesen zum Beispiel, YouTube-Videos schauen von anerkannten und seriösen Finfluencern, ja und den Rest, den macht dann der Zinssitzendeffekt.
00:22:47: Das ist ja schön, genau.
00:22:48: Dann beende ich mal mit einem weiteren Zitat, es gibt nichts Gutes, außer man tut es, ehrlich Kästen hatte das mal gesagt, also echt einfach mal loslegen und nicht vielleicht alles immer perfekt machen wollen, einfach mal loslegen.
00:22:59: Ja, dann lass mich unsere Erkenntnisse zum heutigen Thema nochmal kurz zusammenfassen.
00:23:03: Also... Es rollt ein Demografiezug auf uns zu.
00:23:06: Doppelte Alterung, hast du gesagt.
00:23:08: Die Babyboomer gehen jetzt in die wohlverdiente Rente.
00:23:10: Es gibt immer weniger Beitragszahl.
00:23:12: Wir merken es ja jetzt schon, dass Hunderte Milliarden in die Rentenkasse zugeschossen werden muss.
00:23:17: Das führt natürlich langfristig zu, dass die Rente vielleicht von der Art her sicher ist, aber von der Höhe her... Nicht so sicher, deswegen müssen alle, die entsprechend jetzt noch nicht in die Rentefokus vor der C-Linie haben, selbst vorsorgen.
00:23:31: Das geht am besten durch Automatisierung, erstmal überhaupt loslegen und entsprechend genau das gesagt die psychologischen Faktoren versuchen möglichst auszu.
00:23:39: Blenden, also nehme ich nicht ständig auf die Kurse, gucke diesen Ankerfekt raus, lasse Sparpläne, nutze Breitstreue, sag mal, auch einfach laufen, lasse und vor allem den Faktor Zeit wirken lassen.
00:23:49: Nicht denken, ich bin in drei Wochen reich, das funktioniert nicht, es dauert wirklich viele, viele Jahrzehnte.
00:23:54: Gut informieren, da gibt es möglichst breites Angebot, was wir haben.
00:23:58: Ja, und ansonsten, genau, kann ich immer nur wieder sagen, einfach erstmal loslegen.
00:24:01: Und dann sage ich vielen Dank an die Silbern, ja, für die vielen praktischen Einblicke.
00:24:06: Ja, sehr gerne, das hat mich total gefreut, dass ich hier sein durfte und wünsche allen Hörerinnen und Hörern natürlich viel Erfolg bei der Geldanlage, insbesondere jetzt im neuen Jahr.
00:24:18: Ja, das war's auch mit unserer neuen Folge zum Jahresstaat.
00:24:21: Ich hoffe, es hat euch gefallen.
00:24:22: Ihr seid jetzt voller Energie, eure Finanzen im neuen Jahr richtig anzupacken.
00:24:26: Wenn ihr dabei noch ein Leitfarken sucht, das Buch meines heutigen Gastes Silvanschäfer, habe ich euch in den Shownotes verlinkt.
00:24:32: Gerne mal reinschauen.
00:24:33: Ja, und wenn ihr ansonsten auf dem Laufenden bleiben wollt rund um das Thema Finanzen und Geldanlage, dann abonniert gleich unseren Kanal und ebenso freuen wir uns über euer Feedback über Fragenkritik, Lobo oder Anregung.
00:24:45: Auch für zukünftige Themen.
00:24:47: schreibt uns dann gerne einfach an www.wertpapieread.zbank.de und bitte beachtet auch unsere rechtlichen Hinweise.
00:24:54: Die habe ich euch in die Shownotes gepackt und da wünsche ich euch jetzt viel Erfolg bei euren weiteren Schritten an den Kapitalmerken und freue mich auf das nächste Mal.
00:25:01: Tschüss und machts gut.
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