Fit4Tradinig #100 Female Finance - Gleichberechtigung auch an der Börse!
Shownotes
36% so viel weniger Einkommen haben laut Statistischem Bundesamt Frauen über 65 Jahre gegenüber Männern. Dabei sind die durchschnittlichen Einkommen im Alter ohnehin selten sehr üppig. Für Frauen ergeben sich zudem aufgrund oftmals gebrochener Erwerbsbiografien (Stichwort Elternzeit und Pflege von Angehörigen) dazu nochmal erhebliche Einschnitte. Obwohl Frauen heute gut ausgebildet sind und viel Verantwortung tragen, hält fast die Hälfte ihre eigene Altersvorsorge für unzureichend. So waren 2025 nur gut 15 % der Frauen, aber fast 25 % der Männer in Aktien, Fonds oder ETFs investiert. Studien zeigen: Frauen sind nicht „per se“ weniger interessiert an rentierlicher Geldanlage, sondern sie stoßen oft auf tradierte Rollenbilder, strukturelle Ungleichheiten und Beratungsangebote, die eher Sicherheit als Teilhabe fördern. Wie kann es gelingen, dass finanzielle Unabhängigkeit für Frauen zur Selbstverständlichkeit wird und was fehlt, damit Female Finance kein Nischenthema bleibt? Das klärt Falko Block, Anlage-Stratege im Bereich Privatkunden-Sales in seiner 100. Podcast-Folge mit seinem besonderen Gast Souâd Benkredda, Vorständin bei der DZ BANK.
Disclaimer Podcast DZ Bank: Dieser Podcast dient ausschließlich Informationszwecken. Er wurde von der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank ("DZ BANK") erstellt und richtet sich ausschließlich an Personen mit dauerhaftem Wohnsitz in Deutschland. Die Informationen stellen weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Erwerb eines Finanzinstruments dar. Sie sind auch keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments. Dieser Podcast ist keine Finanzanalyse. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Podcasts und stimmen nicht notwendigerweise mit denen dritter Parteien überein. Die Einschätzungen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Podcasts. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass der Podcast geändert wurde. Die enthaltenen Informationen geben die aktuellen Einschätzungen des DZ BANK Research zum Zeitpunkt der Erstellung des Podcasts wieder, diese Einschätzungen können sich jederzeit ändern. Eine Investitionsentscheidung in Bezug auf Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts und nicht aufgrund des Podcasts erfolgen. Die Einschätzungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein, es sollten eigene Schlussfolgerungen im Hinblick auf wirtschaftliche Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte gezogen werden.
Einschätzungen und Prognosen können insbesondere aufgrund im Zeitablauf verändernder Rahmenbedingungen möglicherweise nicht erreicht werden. Aussagen zu früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für künftige Wertentwicklungen dar.
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00:00:00: thirty-six Prozent ja so viel weniger Einkommen haben laut Statistischen Bundesamt Frauen über sixty Jahre gegenüber den Männern.
00:00:07: Dabei sind die durchschnittlichen Einkommen im Alter ohnehin selten sehr üppig und für Frauen ergeben sich zudem aufgrund oftmals gebrochener Erwerbsbiografien, Stichwort Elternzeit und Pflege von Angehörigen dazu nochmals erhebliche Einschnitte.
00:00:20: Und obwohl Frauen heute gut ausgebildet sind und viel Verantwortung tragen hält fast die Hälfte ihrer eigenen Altersvorsorge für unzureichend.
00:00:28: So waren zwanzig, fünfundzwanzig nur gut fünfzehn Prozent der Frauen aber fast fünfundbrunzig Prozent der Männer in Aktienfonds oder ETFs investiert.
00:00:35: Und Studien zeigen, Frauen sind nicht per sie weniger interessiert an rentierlicher Geldanlage sondern sich stoßen oft auf tradierte Rollenbilder strukturelle Ungleichheiten und auch Beratungsangebote die eher Sicherheit als Teilhabe fördern.
00:00:49: Also wie kann es gelingen dass finanzielle Unabhängigkeit für Frauen zur Selbstverständlichkeit wird?
00:00:54: Was fehlt damit Female Finance kein Nischenthema bleibt?
00:00:57: Das und mehr klären wir in dieser Podcastfolge.
00:01:17: Soet-Beng Redder, Vorstände der DZ Bank und designierte stellvertretende Vorstandsvorsitzende.
00:01:22: Sie leitet das Kapitalmarktgeschäft, institutionelle Kundenhandel und Privatkunden sowie das Konzern Treasury und die strukturierte Finanzierung.
00:01:30: Ja, daneben ist sie auch noch zuständig für die Auslandsfilialen und Repräsentanzen und sage ich alles Hurt herzlich willkommen!
00:01:37: Hallo und vielen Dank für die Anladung Falco.
00:01:40: Mein Name ist Falco Block.
00:01:41: Ich bin Anlagestrategie für Privatkunnen bei der D Z Bank in Frankfurt.
00:01:46: Ja, Suat.
00:01:47: Bevor wir noch ein heutiges Thema einsteigen lassen es erst noch ein bisschen mehr über dich erfahren.
00:01:50: du bist seit September zwanzig zweiundzwanzig Mitglied des Vorstandes der DZ Bank.
00:01:55: welche Station haben deinen Wettergang bis heute geprägt?
00:01:58: Ja also viele.
00:01:59: wenn du mich so fragst wirst ich nicht wo ich anfangen soll aber wahrscheinlich eine der wichtigsten in meinem beruflichen Leben fing an mit meinem Praktikum auf einem Trading Floor bei einer Bank in Frankreich und das hat mich sehr gepräght und ist letztendlich auch der Grund warum ich heute hier sitze.
00:02:15: in der Funktion.
00:02:16: Das hatte ich damals schon geprägt.
00:02:17: und hast du gesagt, Finanzen?
00:02:18: Das ist was für mich.
00:02:19: Ja, Finansen schon vorher.
00:02:21: Ich hatte ja BWL studiert und während meines BWF-Studiums mussten wir – das war damals in Frankreich – Praktika machen.
00:02:28: Und ich hatte erst mal ein anderes Praktikum angedacht und dann hat sich einer meiner Kommilitonen das Bein gebrochen.
00:02:35: Der hatte einen Praktikum bei der Societe Generale auf dem Trading Floor und fragte mich ob ich das übernehmen möchte.
00:02:41: für ihn.
00:02:44: sehr neugierig und doch demnächst besser als mein Praktikum.
00:02:47: Klar, warum nicht?
00:02:48: Und dann bin ich auf dem Trading Floor gelandet.
00:02:51: Das war in den Jahren aber in der Jahrhunderten und neunundneinzig mit ca.
00:02:54: zweihundertfünfzig dreihundert vorwiegend Männern in Paris und die Atmosphäre hat mich wirklich verzaubert und das gilt bis heute noch!
00:03:03: Du bist ja auch gebürtige Frankfurterin, das ist ja eine der seltenheiten meistens wenn man hier so fragt die meisten sind eher zugezogen.
00:03:09: Das heißt du kommst aus Frankfurt warst lange Zeit im Ausland und bist wieder zurückgekommen nach Frankfurt.
00:03:13: was hatte ich wieder hergezogen?
00:03:15: Tatsächlich die DZ Bank.
00:03:17: also wie du sagst wenn ich hier geboren und aufgewachsen habe dann in Frankreich studiert Und dann auch wieder in Frankfurt studiert und hab mehrere jahrelang in England gearbeitet in London In Dubai er hat auch ein europäisches Mandat.
00:03:30: dann die letzten Jahre, mehrere Jahre in Dubai gelebt und gearbeitet.
00:03:35: In den Vereinigten Arabischen Emiraten bis im September-August.
00:03:42: Und ich bin zum Dezeptbank gekommen und habe mich sehr gefreut hier als Vorständin wieder nach Frankfurt zu
00:03:47: ziehen.".
00:03:48: So, dann lass uns mal unser heutiges Thema einsteigen!
00:03:50: Femal Finance – darüber wollen wir uns heute unterhalten wie Frauen es schaffen sich finanzielle Unabhängigkeit zu erarbeiten?
00:03:56: Du kommst ja viel herum, bist im Austausch mit unseren Volksbanken und Reifeisen.
00:03:59: Banken hast du zum Eintrittsbesuch hier auch alle mal Besucht die für dir zuständig bist.
00:04:04: Da erlebst du viele Perspektiven und gibt es Thema Geldanlagen.
00:04:07: Was würdest du sagen?
00:04:07: Welche Herausforderungen siehst du bei den Kunden aber auch vielleicht hier im Kollegen-Kollegenunkreis wenn's um das Thema Geld Anlage Und natürlich auch langfristig Altersvorsorge geht?
00:04:17: Meinst du jetzt nur bei Female Finance oder Allgemein
00:04:20: Ja vielleicht bleiben wir sogar mal allgemein.
00:04:22: genau
00:04:24: Die Herausforderung liegt daran, dass man oft ganz gut ist anderen Rat zu geben.
00:04:29: Aber das vielleicht für sich selber nicht so richtig anwendet aus verschiedenen Gründen wenn man keine Zeit hat oder andere Prioritäten setzt.
00:04:37: ich glaube das kennen wir alle die bei den Banken arbeiten sind nicht unbedingt die besten die unsere eigene private Vorsorge fahren treiben.
00:04:44: also das ist schon ein Muster was ich viel erkannt habe.
00:04:47: Aber mir persönlich ist es auch immer ein Anliegen gewesen, zu versuchen mich zu diversifizieren.
00:04:52: Auch wenn man das jetzt nicht so fair professionellisiert die ganze Anlage sollte man trotzdem einen Plan haben und ein diversifiziertes Portfolio fahren.
00:05:01: Kannst du dich dann noch an dein erstes Börseninvestments erinnern?
00:05:04: Und war das erfolgreich?
00:05:07: Das war tatsächlich nicht erfolgreich aber ich finde dass im Nachhinein gar nicht mal so schlecht.
00:05:13: Ich habe two-thousand und eins bei der Deutschen Bank.
00:05:15: als Trainee angefangen gab es eine vermögenswirksame Leistung, die man investieren konnte.
00:05:22: Und für diejenigen, die auch schon etwas länger arbeiten so wie ich, die können sich erinnern dass damals die Tech Boom Blase überall sehr präsent war und... Ich war Berufsanfängerin in den Jahr vierundzwanzig und dachte mir das ist doch toll!
00:05:36: Ich investiere jetzt auch in einen Tech-Fonds und das habe ich gemacht und der ist tatsächlich dann Nicht sehr gut gelaufen.
00:05:43: Die Performance war wirklich sehr, sehr schlecht aber ich finde das gar nicht so schlecht denn erstens lernt man daraus und zweitens ist etwas zu machen.
00:05:51: Ich hatte das Thema Diversifikation bereits angesprochen.
00:05:54: besser als gar nichts zu machen und dass kann man auch nachweisen Denn wenn man sein Geld nur auf dem Konto behält und sich das im langfristigen Durchschnitt anschaut dann verliert man real gesehen mehr gesund diversifizieren würde und deswegen bin ich froh, dass sich es gemacht habe.
00:06:11: Ich hab was draus gelernt Und das kann jedem passieren Das ist okay und Erfahrung zu sammeln mit einem Betrag denn nicht so groß ist doch völlig in Ordnung.
00:06:19: Du hast gesagt man lernt ja aus seinen Fehlern.
00:06:21: jetzt haben wir ja vielleicht eine Börsengeneration der letzten drei vier Jahre.
00:06:25: die kennen hier eigentlich nur steigende Kurse.
00:06:27: also ich habe schon mal mein Portfolio mal mit fünfzig Prozent im Minus gesehen.
00:06:30: Also das tut dann wirklich weh.
00:06:32: Man weiß Ja auch das ist wie körperliche Schmerzen als er mir ist auf den Daumen hau oder so.
00:06:37: Glaubst du, da kriegen wir jetzt irgendwann mal Probleme?
00:06:39: Weil wir haben eine Generation die kennt ja eigentlich nur steigen, steigen und so einen richtigen Einbruch.
00:06:43: Also ich meine das nicht einmal minus zehn Prozent sondern vielleicht mal minus zwanzig, minus dreißig.
00:06:47: Das könnte ein Problem werden.
00:06:49: Naja es kommt auf den Anlagehorizont an.
00:06:51: also wenn man sich mal die Aktienmärkte anschaut, dann nehmen wir mal Aktienindices wie DAX, Eurostox S&P Und du schaust dir eine ganz lange Zeitreihe an Dann wirst du sehen dass in der ganz langen Zeit Reihe das Aktieninvestment trotzdem positiv gelaufen ist.
00:07:06: Wenn aber dein Investitionshorizont sehr viel kürzer ist, dann wie du sagst kann es natürlich sehr gut sein dass wir eine starke Korrektur sehen.
00:07:14: Also während meiner Antwort darauf wenn man einen langen Horizont hat, dann ist das sehr wahrscheinlich dass man trotzdem gut fährt mit Aktien.
00:07:22: wenn man allerdings ein kurzen Horizont oder die Investition vorher auflösen muss Dann könnte es anders aussehen.
00:07:30: Jetzt kann ich mir vorstellen Dass du in deinem privaten Umfeld vielleicht auch öfters gefragt wirst zum Thema, wie lege ich mein Geld an?
00:07:36: Oder ist das überhaupt ein Thema?
00:07:38: oder sagst du nee.
00:07:38: Ich gehe nach Hause klappe zu und anfühle im Strichen jetzt kümmere mich um ganz andere Themen.
00:07:43: Finanzen.
00:07:44: will ich mich dann überhaupt nicht mehr auseinandersetzen?
00:07:46: oder wird man schon sagen ah Du hast doch bestimmt keine geheimen Tipps.
00:07:49: also wissen wir aber viel Ahnung komm's viel rum weißt wo was läuft Und begegnet dir das Thema und sprichst du dann gerne drüber oder sagt dann eher ja ich muss es halt beantworten Aber so richtig gern mache ich es nicht.
00:08:00: Das ist wirklich ganz interessant.
00:08:01: Meine ganz engen Freunde und meine Familie fragen mich überhaupt nicht, denn die wissen, dass ich privat einfach nur eine schöne Zeit mit denen haben möchte und nicht unbedingt über Bank oder Finanzen sprechen möchte.
00:08:12: Und das hat sich jetzt rumgesprochen – ich arbeite mittlerweile seit fünfundzwanzig Jahren!
00:08:16: Und von daher werde ich von meinem ganz engem Freundes- und Familienkreis nicht gefragt.
00:08:22: Allerdings von Bekannten oder Veranstaltungen werde ich gefragt wie du sagst doch Quar... Beruf, und das meine Antwort eigentlich immer dieselbe schon seit ganz vielen Jahren.
00:08:31: Es kommt auf die eigenen Anlagepräferenzen an – auf den Anlagehorizont!
00:08:36: Und die goldene Regel ist und bleibt die der
00:08:39: Diversifikation.".
00:08:40: Jetzt gibt es ja eine ganze Reihe von Studien, die zeigen im Durchschnitt schon dass Frauen-Männer unterschiedlich investieren.
00:08:47: Frauen agierenden Regeln langfristig, reflektierter aber auch sicherheitsorientierter.
00:08:52: Das bewahrt sie einerseits vor Selbstüberschätzung was uns Männern oftmals zu eigenes Und fragwürdigen Trades nach dem Motto, ich kann den Markt schlagen.
00:08:59: Ich weiß was läuft.
00:09:00: Andererseits führt dann die Angst und das Fernbleiben oftmals vom Aktiemarkt auch dazu dass die Anlagen eher gering rentierlich sind.
00:09:07: Stichwort Versicherung fest Geld um Kuh.
00:09:10: Was denkst du sollten Frauen aktuell?
00:09:12: Auch wenn es nur Thema Altersvorsorge geht bis hin mehr Mut zeigen und dann eben sich auch den Kapitalmarkt mir widmen.
00:09:19: Wenn das eine extrem gar nichts tun ist also das heißt das Geld auf einfach der Bank Bei Sichtanlagen lassen und die andere extreme Variante wäre, Day Trading zu machen.
00:09:32: In sehr riskante Essertklassen zu gehen ist es glaube ich wichtig eine Mitte zu finden, die zu einem passt.
00:09:38: Das heißt nur weil ich mein Geld bei der Bankanlage in Sichtanlagen bedeutet das nicht dass ich konservativ anlege denn wie bereits am Anfang gesagt hatte gibt es einen realen Wertverlust des Geldes wenn das meine einzige Strategie ist.
00:09:53: Nichts zu machen ist auch eine Entscheidung, das ist nicht immer eine kluge Entscheidung.
00:09:57: Und von daher ist es wichtig wie gesagt sich zu fragen was möchte ich damit erreichen und wie ist man Anlagehorizont?
00:10:05: Wenn der etwas längerfristig ist dann machen Aktien auf jeden Fall durchaus Sinn als Beimischung.
00:10:11: Wenn du mal so zurückblickst du bist ja schon viele Jahre tätig im Bereich Finanzwesen hat sich das Finanzwissen oder Selbstverständnis jetzt bei Frauen in den letzten Jahren doch verändert.
00:10:23: Also ich kann mich daran erinnern, es gab mal Messen.
00:10:25: Da hat man so zackhaft versucht einen Frauenfinanzforum zu machen und vor ein paar Wochen wäre ich in Stuttgart auf einer großen Messe die Halle war voll.
00:10:33: da sind die Frauen wirklich selbstbewusst hingegangen gesagt Ich kümmere mich jetzt um mein eigenes Ding.
00:10:38: Merkst du das auch?
00:10:39: Es hat sich Gott sei Dank sehr viel geändert.
00:10:41: Und wenn man das aufkraft was Du vorhin gesagt hast dann ist hier eine Theorie wieso die frauen eher zurückhaltend sind mit Aktieninvestition oder riskanter Investition dass sie deswegen konservativ sind, weil Sie gerne verstehen möchten was Sie machen und nicht sehr selbstbewusst in Entscheidungen reingehen bei denen Sie denken das nicht alle Informationen Ihnen vorliegen.
00:11:06: Und wenn man das mal als Annahme so sieht, Was hat sich geändert?
00:11:11: Es hat sich die Informationslage geändert.
00:11:13: Es ist jetzt viel einfacher, mit Social Media und AI an Informationen zu kommen.
00:11:18: Ich kann eine KI ganz schnell fragen was eigentlich ein ETF ist.
00:11:22: Was ist der Unterschied zwischen aktiv und passiv?
00:11:24: Konnte man vor zehn Jahren nicht!
00:11:26: Und deswegen wir jetzt auch meine persönliche Prognose dass sich die Finanzbildung, also die sogenannte Financial Literacy in Deutschland allgemein verbessern wird und das die Frauen relativ gesehen auch aufholen werden.
00:11:40: zu den Männern weil der Zugang zur Information viel besser ist.
00:11:44: Und wenn sie dann diesen Zugang und Informationen haben, dann werden Sie – wenn die Statistik stimmt – mehr investieren.
00:11:51: Ich meine, das ist ja auch für die Wirtschaft ein ganz wichtiger Aspekt.
00:11:53: Weil wir haben hier eine große Anlegergruppe, die wir bislang vielleicht noch gar nicht so ansprechen konnten in Anführungsstrichen.
00:12:00: Wir haben es zwar aber es hat noch nicht so geklappt und die Wirtschaft braucht ja dringend Geld für den Umbau der Sozialsysteme beziehungsweise.
00:12:08: aber auch die Unternehmen brauchen Investitionen brauchen Aktionäre.
00:12:12: da wächst er vielleicht auch ne völlig neue Generation von Beteiligung heran.
00:12:16: absolut richtig und du siehst gerade was wir diskutieren geht genau in die Richtung dass man in eine Win-win Situation hoffentlich kommt, das heißt es werden Investitionen getätigt oder andersherum finanziert die notwendig sind vom Staat und dann diese Investition wiederum sind rentabel für die Bürgerinnen und Bürger die sie tätigen.
00:12:37: Du hast jetzt das Thema Frühstattrente altes Vorsorgedepot und das geht ja genau in die Richtung.
00:12:42: also wie erreiche ich letztendlich eine gesunde Vermierung meines Geldes?
00:12:47: Und wenn man in europäische oder deutsche Titel investiert, dann ist das auch noch gut für die hiesige Wirtschaft.
00:12:54: Also von daher finde ich es gut und ich glaube auch an diese win-win potenzielle Situation und sehe die auch ehrlich gesagt eher kommen in Deutschland und Europa.
00:13:05: Sind wir Deutschen ja eher so Aktienmuffel?
00:13:07: Ist das im Ausland anders?
00:13:07: Du hast ja in London gewohnt, du hast in Dubai gewohnd.
00:13:10: wie ist das da überhaupt mit dem Thema Beteiligungen auch Risiko an der Börse?
00:13:14: Wie aufgeschlossen sind die Bevölkerung dort?
00:13:16: Ja, so tatsächlich gibt es große kulturelle Unterschiede die aber auch darin verwurzelt sind wie die Pensionssysteme sind.
00:13:23: Als ich in den veranlegten arabischen Emiraten gelebt und gearbeitet habe hatte ich gar keine Pension.
00:13:29: Es gibt keine staatliche Pension.
00:13:31: Das heißt dass jeder jede verantwortlich ist für ihre eigene private Altersvorsorge.
00:13:38: Und wenn man also in so einem System lebt, indem man sich überhaupt nicht auf den Staat verlassen kann und das sage ich neutral nicht negativ dann bleibt einem nichts anderes übrig als sich um seine eigene Zukunft oder Vorsorge zu kümmern.
00:13:52: Ich finde das gar nicht schlecht denn das zwingt einen auch sich damit zu beschäftigen welche Instrumente an zur Verfügung stehen welche Anlageklassen etc.
00:14:03: Und das siehst du.
00:14:03: in vielen Ländern, die USA ist auch mit dem V-one K ein Fall der in diese Richtung geht.
00:14:09: und die kapitalbasierte Altersvorsorge – ich sage nicht dass es auch extrem ist aber es ist ein Signal finde ich, dass wir auch viel mehr eingehen in eigenverantwortliche Planungen.
00:14:21: sagen wir mal so der Zukunft und das lässt ja und das finde ich so schön auch viele Freiheiten je nachdem was da eine Investitionspräferenz ist.
00:14:29: Es gibt hier bei uns in Deutschland ja auch die Frage, wie sicher ist die Rente noch?
00:14:33: Norbert Blüm hat ewig hier mal gesagt.
00:14:35: Die Rente ist sicher!
00:14:36: Er hat nur nicht die Höhe gesagt – das ist ja das Thema und die Frage ist ja auch, wie viel Eigenverantwortung brauchen wir?
00:14:42: Und uns ganz am März hat ja vor kurzem gesagt, dass aber viel dafür gescholten wurden, dass die Rnte eigentlich eine Basisabsicherung ist.
00:14:48: Wobei?
00:14:48: ich kam mich Anfang des Jahres mit einer Diskussion, eine mit Bert Rührup, die ich da hatte.
00:14:52: Bei der Veranstaltung hat er auch gesagt eigentlich war die Rente immer nur ne Basisabsicherung.
00:14:55: das würden manche Leute auf Straße vielleicht anders sehen.
00:14:57: und jetzt kommt das Altesvorsorge-Depot.
00:14:59: glaubst du wir schaffen es vielleicht aus den deutschen, aus den Aktienmuffeln plötzlich einen Volk der Aktionäre zu machen wenn das hier staatlich angeschoben und dann auch positiv in den Medien konnotiert wird?
00:15:10: Ich glaube wir sind schon auf dem Weg.
00:15:12: Wenn Du Dir mal die Eröffnung der Depots anschaust seit Corona, dann wirst du beobachten oder wirst Du sehen, dass viele Depots eröffnet worden sind weltweit aber auch in Deutschland.
00:15:23: Die Menschen hatten mehr Zeit durch die Restriktionen und haben sich mit dem Thema Aktien beschäftigt und das zeigt wiederum, dass wir auch die Rahmenbedingungen schaffen müssen und die ganz einfache Rahmenbedingerung ist Zeit- und Verständnis.
00:15:36: Und dadurch, dass es Zeit gab konnte man sich einlesen und die Depots wurden wie gesagt eröffnete Und meiner Meinung nach wird dieser Trend weitergehen, weil wir die Verfügbarkeit von Informationen viel einfacher haben oder darstellen können als in der Vergangenheit war.
00:15:53: Deswegen bin ich sehr optimistisch dass wir weiterhin in Sachen Investitionen, in Aktien
00:15:59: etc.,
00:15:59: eine andere Anlage Kategorien da weiterhin ein Wachstum verzeichnen werden in Deutschland
00:16:05: Wenn wir wollen, dass mehr Frauen an der Börse investieren.
00:16:07: Braucht es dafür deines Achtens eigene Produktstrukturen?
00:16:10: Da gibt's ja immer wieder Überlegung.
00:16:11: oder brauchen wir vielleicht eine spezifische Ansprache?
00:16:14: Vielleicht auch bei uns in den Volksbank Reifeisenbanken das Braterin sich tendenziell eher um Kundinnen kümmern weil die einfach ihre Lebenslage besser verstehen können?
00:16:22: Oder ist das alles Quatsch des Baumes?
00:16:24: nicht nein!
00:16:24: Alles muss gleich sein und neutral.
00:16:27: Die Produkte werden auf jeden Fall gleichsein und neutral.
00:16:30: Das denke ich also wenn man es anders nennt.
00:16:33: Es gibt eben nur einen ETF und nicht ein weiblichen, sondern es gibt nur einen einzigen.
00:16:39: Und von daher werden die Produkte immer dieselben sein.
00:16:42: Die Frage ist aber nur wie schaffen wir das?
00:16:44: Dass die Frauen mehr selbst Vertrauen haben und auch mehr Mut fragen zu stellen.
00:16:50: und wie sieht dann der Berater oder die Beraterin aus?
00:16:53: meiner Meinung nach und ich komme gerade ganz frisch aus einer Veranstaltung mit der Berliner Volksbank dem Salon F geht es darum Raum zu kreieren oder den zu öffnen, Fragen zu stellen.
00:17:05: Dass man sich nicht mehr so vorkommt als Frau dass man gar keine Ahnung hat sondern einfach ein Forum bekommt in dem man ganz ehrlich sein Wissen auffrischen kann.
00:17:15: ich hatte vorhin soziale Medien genannt.
00:17:17: das ist ein sozusagen Individualforum aber ich glaube auch Das andere Formate bei denen man sich austauscht eine große Rolle spielen die etwas kleiner sind.
00:17:28: das kann Ich mir sehr gut vorstellen und ob dann alle weiblich sein müssen weiß ich nicht.
00:17:33: Ich glaube schon, dass wir da auch durchaus männliche Berater haben können aber in einem sogenannten Safe Space und da kann man seine Fragen stellen.
00:17:41: so was in der Art könnte ich mir vorstellen.
00:17:44: Zuattern, das ist uns auch schon unsere Abschlussfrage kommen.
00:17:46: wenn du heute einer twenty-fünfjährigen Berufsansteigerin bei uns in der Bank vielleicht nur einen einzige Finanztipp mitgeben dürftest welcher wäre das?
00:17:56: Ein einziger ist ein bisschen schwierig Aber dann würde ich das Thema Diversifikation aufgreifen.
00:18:02: Das ist, glaube ich der wichtigste Tipp.
00:18:19: holt euch Informationen bei euren Beratern, gecout aber auch gerne was ihr im Internet findet.
00:18:25: Auch dieser Podcast soll natürlich euch helfen, soll ich Mut machen sich an das ganze Thema zu wenden.
00:18:30: und wir haben es schon gesagt there is no free lunch without diversification heißt so schön.
00:18:34: d.h.
00:18:35: also streut eure Anlagen breit denn man weiß nie wo geht's positiv wo gehts negativ lang.
00:18:40: traut euch informiert euch und fangt auf jeden Fall an den die Zeit die spielt für euch danke so hat für das tolle Gespräch.
00:18:48: Vielen Dank, lieber Falco und vielen Dank an die Zuhörerinnen.
00:18:54: Das war's schon wieder unsere neuen Folge!
00:18:56: Ich hoffe es hat euch gefallen und wir konnten euch Mut machen – mut euren eigenen Weg beim Thema Geldanlage und Altersvorsorge zu gehen.
00:19:02: Und wenn ihr auch dem Laufenden bleiben wollt rund um das Thema Finanzen- und Geldanlagen dann abonniert auch gleich unseren Kanal und ebenso freuen wir uns über euer Feedback, Überfragen, Kritik, Lob oder Anregung.
00:19:13: Auch für zukünftige Themen schreibt uns dann einfach wieder an wertpapiereetdzbank.de Und bitte beachtet auch die rechtlichen Hinweise.
00:19:20: Die habe ich euch in die Shownotes gepackt und dann wünsche ich euch jetzt viel Erfolg bei euren weiteren Schritten an den Kapitalmärkten, und freue mich auf das nächste Mal!
00:19:28: Tschüss und macht's gut!
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